RHIZOMFILM | Auf dem Floß durch die Schluchten der Tara
192
portfolio_page-template-default,single,single-portfolio_page,postid-192,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-theme-ver-6.2.1,wpb-js-composer js-comp-ver-4.3.5,vc_responsive

Details

Die Taraschlucht im Norden Montenegros ist mit einer Tiefe von 1300 Meter und einer Länge von 86 Kilometer der tiefste und steilste Canyon Europas und nach dem Grand Canyon der zweittiefste der Welt.
Der Wildfluss Tara, der diese Schlucht durchschneidet ist der Arbeitsplatz des 44-jährigen Fikret Pendek.
Fikret ist der einzige berufsmässige Flösser Europas. Gelernt hat er dieses nicht immer ganz einfache Handwerk von seinem Vater, den er als 10-jähriger auf seinen Fahrten durch die Tara Schlucht begleitet hat.

Wenn man den anderen Flößer glauben will, war ich mit 17 der Jüngste in der Geschichte der Floßfahrt, der ein Floß vorne lenkte.

Schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts transportierten die Pendeks Baumstämme durch die Schlucht, indem sie diese wie ein Floss zusammenbanden und über die Donau bis zum Schwarzen Meer transportierten. Auf diese Weise wurden neben den Baumstämmen auch Personen und Waren befördert, da es in der unwegsamen Gegend keine anderen Verkehrswege gab.
Auf diese Weise beförderten sie bis heute auch Waren und Personen durch die unzugänglichen Regionen des Durmitor-Gebirges, denn andere Verkehrswege durch diese unwegsame Naturlandschaft gibt es nicht: Abgelegene Täler, Hochalmen, schroffe Gipfel – eine einzigartige Naturlandschaft, die die UNESCO 1980 in ihr Welt- Naturerbe- Programm aufnahm. und 34.000 Hektar unter ihren Schutz stellte.

Stab
Kategorie
ab 2010